pierre-markuse.de – Ein Blog, welches mir schon seit einiger Zeit ein Dorn im Auge ist. Schlecht gestaltet, voller (Rechtschreib-)Fehler und außerdem zu 80% auf Suchmaschinen ausgerichtet. Für Menschen kann dieses Blog wohl nicht kreiert worden sein, denn sonst hätten sich die Macher darauf geeinigt, eine gut lesbare und vor allem – man beachte die Reichweite laut Alexa! – fehlerfreie Webpräsenz zu gestalten. Stattdessen widmet sich Pierre Markuse dem Unwesentlichen. Die meisten Beiträge wirken, als ob sie diejenigen wären, die in der aktuellen Ausgabe der BILD keinen Platz mehr gehabt hätten…
31.10.2009 – Lieber Pierre Markuse!
Natürlich möchte ich nicht nur über deine Arbeit meckern, sondern dir ein paar Tipps geben, damit du in Zukunft nicht nur mehr Menschen mit deinen “News” füttern kannst, sondern noch dazu deine Glaubwürdigkeit steigerst. Wie das? Indem du dich auf Qualität statt Quantität konzentrierst.
Nach der Lektüre einiger deiner Beiträge ist mir aufgefallen, dass das Gesamtbild eine bunte Mischung aus allem und nichts ergibt. Der rote Faden endet leider schon beim Logo! Ich bewundere den Mut, ein in meinen Augen unfertiges “Baustellenblog” zu veröffentlichen. Noch wundersamer ist für mich allerdings die Tatsache, dass täglich durchschnittlich 3000-4000 Menschen deine Website besuchen. Naja, über Geschmack lässt sich eben doch nur streiten, nicht wahr?
Scharfe Kritik + gesalzene Begründung
Vorab das erschreckende Ergebnis meiner Fehleranalyse der drei aktuellsten Artikel: Du machst durchschnittlich bei jedem 21. Wort einen Fehler, was einer prozentualen Fehlerquote von 4,71% entspricht. Im normalen Schulunterricht der Oberstufe wäre das immerhin noch eine 3+ oder auch eine knappe 2. Ich möchte jedoch hinzufügen, dass ich allgemeine Ausdrucksfehler in meine Berechnung einbezogen habe. Der reale Fehlerquotient liegt also ein paar Promille unter dem errechneten Wert! Dennoch eine nur ernüchternde (sprich: peinliche) Ausbeute.
Fehleranalyse im Detail
- Formel 1 Startaufstellung [...]
- 467 Wörter
- 5 Kommafehler
- 7 Satzbaufehler
- 0 Rechtschreibfehler
- 6 Ausdrucksfehler
- 18 Fehler insgesamt
- Fehlerquote: 3,85%
- Medion life P14016 [...]
- 406 Wörter
- 4 Kommafehler
- 3 Satzbaufehler
- 2 Rechtschreibfehler
- 8 Ausdrucksfehler
- 17 Fehler insgesamt
- Fehlerquote: 4,19%
- Halloween 2009 [...]
- 189 Wörter
- 5 Kommafehler
- 0 Satzbaufehler
- 2 Rechtschreibfehler
- 8 Ausdrucksfehler
- 15 Fehler insgesamt
- Fehlerquote: 7,94%
Inhaltlich deutlich schlechter als formal
Meine Auswahl mag unglücklich getroffen sein, jedoch werde ich auch in zukünftigen Blogkritiken diese Methode verwenden, um die Ergebnisse zu vereinheitlichen! Man kann das Blatt jedoch wenden, wie man lustig ist – letztlich handelt es sich bei den ausgewählten und analysierten Artikeln um schlechte Beiträge, die eigentlich kein gutes Licht auf den Autor werfen, sondern ein schmutziges Zwielicht. Die Qualität des Formel-1-Artikels beispielsweise ist schlampig und die Formulierung schlicht peinlich.
Sicherlich ist eine Berichterstattung über Autorennen nicht mit Goethe’s Faust zu vergleichen; dennoch empfehle ich dringend, die eigenen Beiträge auf Fehler und Qualität hin zu überprüfen. Eine gesunde Einstellung zu den eigenen Fähigkeiten wirkt sich meist sehr positiv auf zukünftige Erfolge aus.
Über Artikel zum Thema “Google Doodle” darf ich mich nicht beschweren (ich verfasse auch welche!) und trotzdem kritisiere ich die Art und Weise der Darbietung. Es wirkt wie hingeschmiert. Digitalen Werken sieht man Unlust zwar nicht unbedingt an, da fehlende Sorgfalt durch ein durchweg sauberes Schriftbild kompensiert wird… und doch spüre ich “irgendwie”, dass um des Schreibens Willen geschrieben wird. So als ob es ein tägliches Pensum von X Artikeln zu erreichen gäbe. Liege ich richtig?
Außen pfui und innen leider auch
Eigentlich möchte ich mich bei meiner regelmäßigen Blogkritik auf das “Innere” des Blogs konzentrieren und mir Designvergewaltigungen für die entsprechende Kategorie aufsparen, jedoch kann ich nicht anders und kritisiere nun auch das Aussehen der Seite pierre-markuse.de!
Kurz gesagt: Das Design ist schlecht. Es fehlt eine klare Linie (der rote Faden) und ein klares Schriftbild. Natürlich ist die gewählte Schriftart (Georgia für Überschriften und standard-serif für den Fließtext) absichtlich so, wie sie ist. Das Ziel ist scheinbar, einem herkömmlichen Printmagazin oder gar einer Zeitung zu ähneln. Es genügt leider nicht, das Aussehen auf gehobene Qualität zu “trimmen”…
- Schriftgröße Fließtext: 14px – zu klein!
Alternative: Schriftgröße dynamisch mit em statt px auszeichnen - Zeilenabstand Fließtext: 17px – zu klein!
Besser: Bei kleiner Schriftgröße einen circa 1.5fachen Zeilenabstand mit dem CSS-Attribut “line-height” erstellen (weiterführend: Wikipedia-Artikel “Typografie”) - insgesamt vier Schriftarten (Georgia, serif, Verdana, Arial) – zu viele!
Besser: Eine Schriftart für Überschriften und eine für den Fließtext (Schriftgrößen nur selten variieren!) - Farbgebung: 7-8 verschiedene Farben – zu viele (unpassende)!
Besser: Komplementärfarben verwenden (tolles Tool: ColorSchemer Studio) und auf 3-4 Farben beschränken (weiterführend: Wikipedia-Artikel Komplementärfarbe)
Warum ist das Theme nicht “eingedeutscht”?
Das für pierre-markuse.de gewählte WordPress Theme “Magazine Basic” ist eigentlich sehr professionell – ich frage mich deshalb, wieso es seinen Glanz auf dem betreffenden Blog verloren hat. Besonders negativ ist mir die Mischung aus Deutsch und Englisch aufgefallen. Zwar weiß (fast) jeder deutsche Leser, dass “Reply” mit einem Kommentar zu tun hat, jedoch wäre es ein Zeitaufwand von weniger als fünf Minuten, die Seite komplett in deutscher Sprache zu verfassen! Ich schüttele gerade unbemerkt den Kopf.
Positive Überraschung: Valides XHTML
Ich gebe zu, dass ich bereits Vorurteile gefällt hatte, bevor ich den berühmten XHTML Markup Validator auf pierre-markuse.de anwendete. Zu meiner großen Überraschung fiel dieser Test sehr positiv aus, da die Seite weder einen Fehler noch eine Warnung ergab. Da gerade die sogenannte Validierung von Internetseiten (und insbesondere von Blogs!) in den meisten Fällen völlig vernachlässigt wird, gibt es für dieses fabelhafte Ergebnis ein paar Trostpunkte extra!
Fazit meiner Blogkritik

Lieber Pierre, ich schätze deinen Eifer und deinen Mut, im Internet “News, Fakten und Interessantes” zu veröffentlichen. Da ich auch einige Blogs betreibe, weiß ich, dass das Leben eines jeden “Bloggers” nicht immer nur einfach ist, sondern auch mit ungeschriebenen Vorgaben (von dir selbst oder dem großen, ominösen “Drumherum” formuliert!) gespickt. Es gilt, bestimmte Regeln einzuhalten und den Lesern etwas zu bieten. In deinem Fall sind das “News, Fakten und Interessantes”.
Ich bin nicht allwissend, jedoch beschäftige ich mich nun seit über zwei Stunden sehr intensiv mit deinem Blog und analysiere das, was sich mir bietet. Mein Fazit: ausreichend. Es gibt einiges zu verbessern. Insbesondere solltest du dich der deutschen Sprache widmen und sie verinnerlichen, bis du keine Fehler mehr machst. Es ist einfach nur peinlich für einen Menschen, der Texte veröffentlicht und täglich mehrere 1000 Besucher erreicht, wenn er letztlich nur mittelmäßige und schlampige Artikel vorzuweisen hat, die noch dazu mit einer formalen Fehlerquote von durchschnittlich 4,71% gesegnet sind…
Mein Angebot als Profi für Pierre Markuse
Ich kenne mich mit Texten und Design aus und ich kann dir helfen. Sowohl das Äußere als auch die “Innereien” könnte ich bei deinem Blog polieren – wenn du möchtest, dann melde dich bei mir und wir verhandeln eine von mir zu erbringende (Design-)Leistung und den dazu passenden Preis.
Als selbstständiger Blog/Website-Berater hätte diese Kurzanalyse (zwei Stunden Arbeitszeit) circa 150 Euro gekostet. Du, lieber Pierre, hast sie nun kostenlos bekommen. Ob wir bald in Kontakt stehen, weiß ich nicht. Ich weiß jedoch, dass ich heute gute Arbeit geleistet habe und du mir sicher dankbar bist (auch, wenn du es womöglich nicht zeigen wirst).
Amen.
Blogs gibt es wie Sand am Meer. Gute Blogs jedoch (diejenigen, die ich nicht kritisieren kann) gibt es nur wenige. Meine Blogkritik richtet sich sowohl an die betreffenden Blogger selbst als auch an dich als Leser und/oder Webmaster eines eigenen Blogs. Viel Spaß auf der roten Liste des Web 2.0!

{ 1 Trackback }
{ 3 Kommentare… einen eigenen schreiben }
Auch ich verfolge pierre-markuse.de schon länger. Stimmt, ist alles Geschmackssache…
Aber:
gott-auf-erden.de -> ohne Kommentar
Mein Angebot als Profi -> hehe, ja klar
Viel Spaß auf der roten Liste des Web 2.0! – Wie ist Platz 1?
Grüße
Ich habe nicht behauptet, dass es eine Frage des Geschmacks ist, wenn Blogs schlecht gestaltet und mit Fehlern gespickt sind. Man kann über Geschmack streiten, aber letztlich verhält es sich wie bei Interpretationen von lyrischen Werken beispielweise: Es gibt richtige und es gibt falsche Interpretationen.
Zitat: gott-auf-erden -> ohne Kommentar – So ganz ohne Kommentar kommst du scheinbar nicht aus. Was ist übrigens an der Domain auszusetzen? Fühlst du dich angegriffen?
Zitat: Mein Angebot als Profi -> hehe, ja klar – ohne Kommentar
Zitat: Viel Spaß auf der roten Liste des Web 2.0! – Wie ist Platz 1? – Mir gefällt es hier sehr gut, danke der Nachfrage
PS: Schade, dass du (wer auch immer du bist) zu ängstlich bist, um einen Namen oder eine gültige E-Mail-Adresse zu hinterlassen. Das hätte interessant werden können. So jedoch ist auch dieser (dein anonymer) Kommentar nichts weiter als Spam, den ich lediglich online lasse, weil es sich um den ersten Kommentar dieses noch jungen Blogs handelt.
Hallo!
Dann sage ich auch Mal was. Also: Ich bin Dir nicht dankbar für die Analyse der Webseite (und ja, dass kannst Du mir ruhig glauben) aber: Es stört mich ehrlich gesagt auch nicht.
Fehler kommen vor, wobei ich die Ausdrucks- und Satzbaufehler nicht alle nachvollziehen kann. Und Rechtsschreibfehler sind so häufig nun auch nicht, im Gegensatz zu den Menschen bei der z.B. vor Dir erwähnten BILD habe ich aber auch keinen Lektor.
Das tolle am Internet: Fast jeder findet für sich interessante Dinge. Offenbar finden einige Leute auf meiner Seite Dinge, die für sie von Interesse sind. Nicht wenige schauen sich direkt mehrere Seiten an oder kommen regelmäßig vorbei.
Noch etwas tolles: Viele Dinge im Internet sind umsonst, so auch meine Seite. Und keiner wird doch gezwungen die Seite anzuschauen. Wenn Du sie nicht magst oder für verbesserungswürdig hältst, OK, dann schau sie dir doch einfach nicht an.
Interessant finde ich übrigens auch, dass Du den Kommentar von anonym als Spam ansiehst. Seine “ohne Kommentar”-Äußerung zu Deinem Domainnamen kann ich übrigens nachvollziehen. Ist es Selbstüberschätzung, Wunschdenken oder soll es einfach nur auf irgendeine Art und Weise kreativ sein? Zudem denke ich wird der Name einigen Menschen schon aus religiösen Gründen ziemlich anmaßend vorkommen.
Nun ja, viel Spaß mit Deinem Blog, vielleicht schreibst Du ja Mal über eine Seite deren Webmaster Dich anschließend engagiert.
Grüße,
Pierre!
PS: Was betreibst Du denn alles so für Blogs? Ein paar Sachen habe ich gefunden, aber was gibt es denn da alles?